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22. Jul 2015

Evolution des Rasenmähers

Unsere Rasenmäher im Laufe der Zeit

Wir wohnen jetzt seit ca. 13 Jahren hier in Bierde, und das waren 13 Sommer mit des Deutschen liebster sommerlicher Plackerei: Rasenmähen.
Wer sich ein Satellitenbild unseres Grundstückes ansieht erahnt vielleicht die erforderlichen Mühen. 900m² Rasen, aufgeteilt in Stückchen, viele Ecken, nix Gerades, und eine Obstwiese.
Das Werkzeug dazu war zudem nicht immer das erfreulichste, aber es hat sich entwickelt.

Fangen wir mal mit dem Gruppenbild an:

Gruppenbild ohne Zwei

Von rechts nach links ist eine gewisse Evolution erkennbar. Auf jeden Fall steht rechts das älteste und links das neuste Modell. 2 Rasenmäher fehlen, weil nicht verfügbar.

Schiebe-Spindelmäher, alt, best mower ever...

Dieses Teil hat mir vor mehr als 2 Jahrzehnten meine Mutter vermacht. Woher sie den hatte, weiß ich nicht mehr; es kann gut sein, dass sie ihn neu gekauft hat, ihr Garten hatte nur eine kleine, freie Rasenfläche. Mit so einem Teil ist das schnell gemacht, er braucht keinerlei Betriebsstoffe und eigentlich so gut wie keine Wartung.
Mit diesem Rasenmäher habe ich tatsächlich 2 Jahre lang unseren Rasen gemäht. Das war eine Schufterei sondergleichen, die zudem auch während des Sommers nie aufhörte: Hatte ich einen Teil des Rasens fertig und konnte mich an dem einzigeartigen Schnittergebnis - so gut wie dieser mäht keiner der anderen!! - freuen, dann durfte ich ein Stückchen weiter weiter schuften. Zwischendurch dann immer noch zu Zweit die Berge von Rasenschnitt mit großen Laubrechen zusammenfegen. Zur Freude der Kinder und des Windes... Es hat teilweise mehrere Tage gedauert, bis ich mit dem Mähen dort angekommen bin, wo ich angefangen hatte.
Das war natürlich kein Zustand, Zeit ist Geld :-)

Benzin-Rasenmäher, alt, leider mit Krach und Gestank verbunden

Dieses Teil hat mir vor ebenfals mehr als 2 Jahrzehnten mein Vater vermacht. Damals auch schon gebraucht von ihm übernommen, der Tecumseh-Motor hat also tatsächlich einige Tage mehr auf dem Buckel als die Schiebe-Spindel oben. Das scheint ihm aber nix auszumachen, er springt wie am ersten Tag sofort an, und auch, wenn der Weg über die Wiese zunehmend klapperiger wurde ist er ein zuverlässiger Mäher. Leider ist er ziemlich laut und er braucht halt Benzin und stinkt daher. Nicht vom Öl, nein, grundsätzlich. Öl kennt das Teil gar nicht...
Auch hier war also Veränderung angesagt. Ohren, Nase und Umwelt litten :-)

Elektro-Rasenmäher, alt, leider mit Kabel

Der kabelgebundene Elektromäher auf dem Foto steht stellvertretend für deren 2, die wir besitzen. Diesen hier haben wir mit dem Hof sozusagen mitgekauft, der andere kommt vom Großvater meiner Frau. Vererbt. Noch einer... Und beide sind zuverlässig, letzterer wird anderenorts auch noch regelmäßig gebraucht.
Nachbarn, Ohren, Nase und Umwelt waren erleichtert, als ich mit diesen Teilen das Mähen anfing. Aber es gibt einen gravierenden Nachteil, der mich anfangs auch von der Benutzung der E-Mäher absehen ließ: Das Kabel. Was ein elendes Geplacke mit dieser beknackten Kupferschnur, die ständig irgendwie im Weg rumlag und ständig zu kurz war, trotz 50m Kabeltrommel und 20m Verlängerungskabel. Mehrfach bin ich über das Kabel geschreddert, mit den erwartbaren Folgen.

Bis hierher waren das alles Rasenmäher, die uns von Anfang an zur Verfügung standen. Die Entwicklung ging ganz klar von öko-romantisch über schnell hin zu halbwegs öko und unpraktisch, aber vertretbar schnell. Anfangs brauchte ich Tage für die ganze Fläche, mit dem E-Mäher dann nur noch etliche Stunden.

Angesichts von mehr Kindern und weniger Zeit musste aber wieder eine Veränderung her, die dann ca. 2006 in Form eines kleinen Aufsitzmähers kam. Hersteller und Typ sind mir entfallen, das Ding kam aus dem Baumarkt, war von entsprechender Qualität. Er wurde nach recht kurzer Zeit durch diesen ersetzt:

fetter Aufsitzrasenmäher :-)

Geil, ein Rasentrecker. Wollt ich immer schon haben, und nun durfte ich damit bei uns übers Grundstück heizen, und auch gleich beim Nachbarn mit, dem ich dadurch die stundenlange wöchentliche Schufterei mit 15 Minuten Spaß erspare. Der Mäher hat mehr als 10kW, mäht einen Meter breit, hat einen überraschend kleinen Wendekreis und einen riesigen Fangkorb. Damit ist der ganze Aufwasch - incl. Nachbar - in weniger als 2 Stunden erledigt, zum Preis von leider wieder Gestank, Lärm und Benzin- und Ölverbrauch. Aber kein Fegen mehr, kein Schubkarre schieben. Nur die schön gemähte Fläche genießen. Naja, nebenbei habe ich hier um uns herum dafür gesorgt, dass inzwischen fast alle mit Ohrenschützern auf ihren Rasentreckern rumfahren. Ich war der erste hier :-)

Aber der Lärm und der Gestank und der doch recht große Benzinverbrauch sind irgendwie uncool. Wie schön wäre es einen leisen umweltfreundlichen Elektrorasenmäher ohne Kabel gäbe. Also einen Akku-Rasenmäher.

Die Tatsachen, dass in dieser Zeit eine PV-Anlage auf unser Dach kam, ich mir einen Elektro-Roller zulegte und ein Freund sich dann entschloss für ziemlich viel Geld einen großen, leistungsstarken Akku-Rasenmäher zu kaufen (mit dem er in kürzerer Zeit mehr ud nasseres Gras mähen kann als ich :-)...), vermengten sich in mir zum Kauf eines deutlich günstigeren und kleineren Akku-Rasenmähers:

Der Neueste, akkubetrieben, solargeladen...

Mit 2 Akkus und einem Schnellladegerät schaffe ich es in weniger als 3 Stunden alles zu mähen. Das ist wieder eine ganz schöne Rennerei, aber im Gegensatz zu früher kann ich dem diesmal was abgewinnen: Die Zunahme des Plauzenumfanges wird gebremst ;-) Und es macht einfach Spaß zu wissen, dass ich mit diesem Rasenmäher nur selbst erzeugten Strom nutze und kaum Lärm und keine Abgase verbreite.
Die Anschaffung dieses Dings hat sich definitiv gelohnt. Ich mähe letztlich zwar nicht alles damit, aber doch das meiste, den Rest schafft der Trecker.

Aber es bleibt noch etwas: Irgendwann kann ich das Ding nicht mehr schieben, ich werde ja nicht jünger. Und die Kinder zeigen mir dann auch irgendwann einen Vogel.
Es bleibt der Umbau des Treckers auf Akkus. Groß genug ist er, um den Akkus Platz zu bieten. Auch die Motoren sind inzwischen mehr als erschwinglich und recht klein geworden. Irgendwann ist es soweit...
Bis dahin freu ich mich am Kommentar meiner Frau: "Mensch, Frank, wir haben noch nie so einen schönen Rasen gehabt wie zur Zeit! Toll!"

Ich danke Dir :-)

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