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08. Feb 2011

Neuer Storchenhorst!

Neuer freier Wohnraum für Störche in Bierde

Am Donnerstag, den 17. Februar ist es soweit. Mit einem großen Steiger wird das 2. Nest auf's Dach gesetzt. Im gleichen Zuge werden 10 oder 15 Firstpfannen erneuert und der neue Geckpfahl gesetzt. Die Presse wird ebenfalls vertreten sein.

Eine 2. Kamera wird es vorerst nicht geben, jedenfalls nicht so, wie ich es vorgesehen hatte, nämlich am Geckpfahl befestigt. Das Risiko mit dem Kabel der Kamera über dem Dach einen Blitz einzufangen ist mir zu groß.

Daher werde ich in Ruhe nach einem geeigneten WLAN-Router Ausschau halten, der - sobald das Nest besucht wird - von der gegenüber liegenden Scheune aus Bilder macht. Mal sehen, vielleicht läuft da was mit einer Spende.

Nachtrag zum Aufbau:

Eines vorweg: Weil die örtliche Presse wegen eventueller Schleichwerbevorwürfe verständlicherweise Schwierigkeiten damit hat, Firmennamen zu nennen, tu ich das hier mal in aller Ausführlichkeit. Vor allem deshalb, weil alle Beteiligten absolut unentgeldlich zu Werke gingen und dabei auch noch Spaß hatten! Es wäre schön, wenn mehr Firmen solches Engagement zeigen würden.

Der Steiger wurde uns von der Firma Haustechnik Berning GmbH in Petershagen zur Verfügung gestellt. Die beiden Dachdecker kamen von der Firma Dachdeckerei Dieter Thäsler in Friedewalde. Die Nisthilfe wurde vom Bauhof des Kreises Minden-Lübbecke hergestellt. Und last but not least ist Dr. Alfons R. Bense vom Aktionskomitee "Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke" als Organisator und Seele des Storchenschutzes hier in der Gegend immer wieder gerne bereit Zeit, Mühe und Freude zu investieren :-)

Aalso, die beiden Dachdecker sind morgens um 8.30 Uhr mit dem 26m-Steiger, viel Elan und Spaß die Sache angegangen. Schnell war der Tagesplan gemacht und es ging im ersten Sonnenschein des Tages hoch:

himmelwärts

Leider blieb der erste Sonnenschein auch der letzte, es war dann doch ganz schön zugig und - mit Verlaub - arschkalt auf dem Dach.

Der neue Geckpfahl war dann schnell gesetzt und Yggdrasil wird - wie wir - ihre wahre Freude daran haben:

Irminsul, auch Geckpfahl genannt

Danach wurden ein paar Meter neue Firstpfannen gelegt, damit der hoffentlich bald reichlich fallende Storchenmist auf dem Dach bleibt und nicht darunter gerät. Dabei ging dann doch einige Zeit ins Land, aber zu Guter Letzt wurde die Nisthilfe nach oben befördert und aufgestellt:

Das Nest ist oben!

Tja, was soll ich sagen. Die Restarbeiten bestanden darin, die Nisthilfe mittels schnöder weißer Wandfarbe bewohnt aussehen zu lassen und eine schöne Matratze aus Pferdeäppeln, Hackschnitzeln und Zweigen hineinzulegen. Auch der Geckpfahl wurde noch ein wenig verkleidet.

Zwischendurch war Ulrich Westermann vom Mindener Tageblatt zugegen, um ein paar Fotos wegen eines Artikels zu schießen, den das MT in den nächsten Tagen veröffentlichen wird.

Und so sieht es jetzt aus:

Endergebnis

Und zu allerletzt haben wir dann noch eine kleine Rundreise mit dem Steiger gemacht, wobei auch das obige Foto entstanden ist.

Die Chance auf Besiedlung des Nestes dürften deutlich höher sein als beim 1. Nest, denn es liegt erstens ca. 3m höher und 10m weiter von der Straße weg. Außerdem ist es nicht so einfach einzusehen, so dass sich neugierige Störche vor allem in den ersten Tagen vielleicht nicht so schnell nervös machen lassen.

Nun liegt es an Adebar :-)

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