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03. Jul 2013

Feigheit vor dem Freund

Edward J. Snowden hält der Welt den Spiegel vor

Wenn ein Freund bei mir sein Handy liegenlässt, dann schalte ich es aus (Haha!! Ausschalten... Man informiere sich über z.B. Steve Jobbs Telefone...) und übergebe es ihm so bald wie möglich. Ich sehe nicht hinein.
Dieses Vertrauen ist eine Grundlage unserer Staaten, manifestiert z.B. im deutschen Briefgeheimnis. Wird dieses Vertrauen unterlaufen, dann droht Ungemach.

Wenn ein Freund mir schadet, dann bekommt er von mir ein "Sag mal, spinnst Du? Warum machst Du das?" zu hören und wird selbstverständlich weiter als Freund gesehen und behandelt.
Wenn er weitermacht, dann wird's ein wenig deutlicher: "Du Arsch. Schluss damit. Sonst rappelt's im Karton!". Bewährungsphase.

Tja, und sollte er dann nicht aufhören: Tonne, Deckel, Müllabfuhr, Feierabend. Neuanfang nur nach reinem Tisch.

Das, was die Geheimdienste dieser Welt seit Jahren (Jahrzehnten?) abziehen ist Verrat und Vertrauensbruch der schlimmsten Sorte. Sowas mach man nicht unter Freunden. Bei Feinden könnte ich das ja noch nachvollziehen, im Fall der USA (und seines britischen Sklavenstaates) wären das dann ja wohl alle islamischen Staaten, Nordkorea und ein paar der unberechenbaren ehemaligen GUS-Staaten. Aber das komplette Durchschnüffeln sämtlicher Kommunikation weltweit, also auch bei sogenannten Freunden, deutet auf Dinge, die sehr unerfreulich sind: Die USA scheinen entweder im ganz großen Stil Wirtschaftsspionage zu betreiben oder sie betrachten den Rest der Welt als Feinde und potentielle Terroristen. Oder sie sind paranoid. In allen Fällen möchte ich die diese USA nicht zum Freund.

Also, Obama: Spinnst Du? Natürlich bist Du Präsident der USA, aber Dir ist klar, welche Hoffnungen die Welt in Dich gesetzt hat. Und diese und das Vertrauen vieler hast Du verraten. Also erklär Dich sofort und ausführlich!

NSA: Anyway, we are and weren't friends, so fuck you and kindly disappear out of my communications! To be sure you read this, what about a few keywords? J. Assange, Snowden, Irak, Al Qaida, Taliban, rounds, islamistic, North Korea, Boston bombing, assassins, RAF, IRA, ETA, communism, barrel, rifle, chamber, The Liberator. Should be enough, so FYEO: I'm no terrorist, and I won't ever use armed force or brutal violence against someone or something. You easily can delete my files from your machines...

Bundesregierung: Mensch Leute, wie lautet noch der Eid, den Ihr bei Amtsantritt leistet? War da nicht was mit "Schaden abwenden und Wohl des Volkes"?

Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. (So wahr mir Gott helfe.)

Habt Ihr diesen Schwur angesichts der Vorkommnisse rund um Echolon, PRISM und Tempora erfüllt? Mir scheint es nicht so.

Mir scheint auch, dass Ihr das, was Ihr schon seit Jahren wisst (Brüssel 2003, diverse Bericht im Fernsehen seit 2004) nicht abgewendet habt, weil Ihr Eurem Freund nicht in den Arsch getreten habt. Zu feige, um George und Barrack die Meinung ins Gesicht zu sagen. Spätestens jetzt sollte Euch klar sein, dass für diplomatisches Gewäsch kein Platz mehr ist. Tacheles ist das, was die Leute erwarten. Öffentlicher Tacheles!

Und die Absagen aus aller Welt bezüglich Snowdens Asyl- und Aufnahmeanträgen passen hier sehr gut in's Bild. Bloß nicht eindeutig positionieren, eventuell sogar gegen die USA oder den Mainstream. Könnte ja unangenehm werden. Feigheit vor dem Freund halt. Groß von Freiheit und freier Meinung sprechen, aber nicht dafür einstehen. Welt, schaue in diesen Spiegel und erkenne!

Naja.

Bleibt mir nur noch eines: Dear Mr. Snowden, my doors are always open for you.

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