« Photovoltaik | home | Datenkraken und Softw… »
211 views
04. Apr 2010

Hornissen

Ein Haus für große Hymenoptera

Im letzten Jahr habe ich endlich mal ein paar richtig alte rauhe Bretter zu einem Mündener Hornissenkasten zusammen geschustert.

Hornissenkasten

Das sieht auch ganz gut aus, ist aber nicht angenommen worden. Nach einem Tipp aus dem Hornissenschutz-Forum habe ich den Kasten etwas gedreht, so dass die Flugschneise günstiger liegt.

Flugschneise

Auch habe ich ein paar weitere kleine Äste der Walnuss entfernt. Hier der Blick von den Einfluglöchern des Kastens:

Blick aus dem Kasten

Der "Tunnel" durch die Baumkrone hat ungefähr einen Meter Durchmesser. Ob das reicht?

Wir würden uns jedenfalls sehr freuen. Im letzten Sommer musste ein Staat im Nachbarhaus leider vernichtet werden, und in den 2 Jahren davor war die Walnuss von kleinen Hornissenstaaten bewohnt, bis es wegen Platzmangel zur Filialbildung kam.

Wir sind hier jedenfalls allesamt gespannt auf die Viecher, so sie denn kommen. Jesper - gerade 4 geworden - fragte schon, ob er die mal auf die Hand nehmen darf :-)

neun Kommentare

Hallo zusammen,

sieht doch sehr gut aus – viel Erfolg!

Gruß
Dieter
http://www.hornissenschutz.de


Gestern nachmittag habe ich eine Hornissenkönigin gesehen, die ohne viel Federlesens in den Kasten eingeflogen ist. “Na”, dachte ich mir, “das sieht ja so aus, als ob die da schon länger wohnt. Keine Erkundigunsrunde vorher, directemang rein in den Einflugschlitz…”

Nachdem aber – trotz Beobachtung (wir haben unter der Walnuß gegrillt) – stundenlang kein weiterer Flugverkehr zu vernehmen war, dünkte mir, dass ich mich wohl getäuscht hätte.
Und da ich schon länger vor hatte Scharniere an die “Vordertür” anzubauen und gestern ein schöner Abend war, wollte ich das gleich erledigen. Kein Problem, Leiter gegen den Baum geknallt, dabei ordentlich den Kasten mitgenommen, Schrauben losgerödert, Front weg… und da schaut die Königin mich an, hält kurz inne, kommt wohl zu dem Schluß, dass ich harmlos sei und baut in aller Seelenruhe weiter.

Bei uns ist also tatsächlich vor kurzer Zeit eine Königin eingezogen:

gerade begonnenes Hornissennest im Kasten

Nest mit Königin

Und wie im unteren Bild erkennbar: Eier gelegt hat sie auch schon ein paar.

Ein paar Wochen Glück mit Wetter und den gefiederten Raubsauriern und wir haben einen schönen Hornissenstaat.


Die Königin leistet scheint’s ganze Arbeit! Und dabei schaut sie noch gut aus.

Dicke Larven

Wenn ich die Kopfbewegungen der dicksten Larven richtig interpretiere, dann sind sie dabei sich einzudeckeln.

Ergo: Es wird. Allerdings habe die Viecherlein in den letzten Tagen praktisch ständig ihr Hungerkratzen vernehmen lassen. Ob ich der Königin da helfen kann? Muss ich mich erst informieren…


Ich hatte richtig vermutet: Die Verpuppung beginnt!

Verpuppung

Außerdem scheint es für den Anfang ein ziemlich großes Nest zu sein: 36 Waben, die Hälfte davon bereits mit Larven besetzt. Die Königin muss sich auch sputen, denn die Nestgründung war mit Anfang Juni ziemlich spät.


Hurra! Die ersten beiden Arbeiterinnen sind fertig, wohl schon seit gestern, denn eine ist schon ausgeflogen. Eigentlich wollte ich ja den Schlupf fotografieren, nu hab ich’s halt verpasst.

In 10 Tagen vom fetten “Wurm” zum fertigen Insekt. Rekordverdächtig


Die Königin, die das Nest gegründet hat, ist seit Tagen nicht mehr aufgetaucht und dürfte tot sein. Aber heute hat sich eine neue Interessentin gefunden:

Dicke Larven

Sie verhält sich deutlich aggressiver als die alte Königin, ich komme nicht sehr nahe an das Nest heran. Aber ich denke, das wird sich geben, wenn sie das Nest okkupiert hat, was hoffentlich ohne Verluste geschieht! Denn die 4 bisher geschlüpften Arbeiterinnen haben alle Hände voll zu tun, um die ca. 15 Larven bei Laune zu halten.


Heute morgen noch am erobern, heute nachmittag wohl in der Nähe des Todes. Die Arbeiterinnen haben gekämpft und die “Neue” ein oder zwei mal gestochen. Vielleicht überlebt sie es ja und versucht es noch einmal.
Eine der Arbeiterinnen ist jedenfalls dabei umgekommen.

Mal schauen, wie es weiter geht. Es flog schon eine weitere Königin um’s Nest herum!


Es ist leider keine neue Königin im Nest eingezogen, und jetzt dürfte es dafür zu spät sein, da ca. ein Dutzend ziemlich fleißige Arbeiterinnen dabei sind, das orphane Nest auszubauen und sicherlich nicht bereit sind es freiwillig wieder herauszurücken:

Das 2. Stockwerk

Ich frage mich nun, ob die Ende August/Anfang September noch lebenden Männchen schon eine Chance haben, eine frühe Königin zu “erwischen”?

Dann wäre der Tod der Gründerin ja nicht ganz “umsonst” gewesen.

Nebenbei – und zum wiederholten Male – bemerkt: Auch wenn die Viecher richtig groß und ganz schön am wuseln sind, ist ein öffnen des Kastens völlig problemlos möglich. Auch das In-Augenschein-nehmen des Nestes aus nächster Nähe – ca. 50cm – lässt die Hornissen nicht nervös werden. Nervös wird bloß der Betrachter


Einer oder mehrere Kommentare sind noch nicht freigeschaltet.


(optionales Feld)
(optionales Feld)
Es wird nach dem Rechenergebnis gefragt, um Spammern das Leben schwerer zu machen.

Auf dieser Seite werden die Kommentare moderiert.
Das bedeutet, dass die Kommentare erst dann veröffentlicht werden, wenn sie freigeschaltet wurden.

Persönliche Informationen speichern?
Hinweis: Alle HTML-Tags außer <b> und <i> werden aus Deinem Kommentar entfernt. URLs oder Mailadressen werden automatisch umgewandelt.